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| SAMSTAG, 5. September
Schweizer Sieg!
Der dritte Tag brachte viel Regen, dazwischen Sonne aber vor allem Wind den ganzen Tag, mit 2 4 Bft. aus Süd bis Südwest. Der Wettfahrtleiter Roland Tröster (LSC) hatte kein Erbarmen mit den 100 Seglern und schickte sie nach zwei anstrengenden Wettfahrten (up and down Kurse) noch auf die abschließende Langsteckenwettfahrt.
Was sich am Freitag schon abzeichnetet, wurde am Samstag Gewissheit: Der haushohe Favorit, Mads Christensen aus Dänemark, landete im Feld der Geschlagenen. Er kam mit den schwierigen Bedingungen offensichtlich nicht zurecht. Ganz anders die Schweizer vom Bielersee, verstärkt mit dem Deutschen Vielsegler Vincent Hoesch, steuerte Konrad Schüppach (Yacht Club Bielersee) seine "Reliance" zum Sieg.
Die letzte Wettfahrt brachte die Entscheidung, durch den Sieg in der Langstrecke zogen die Schweizer in der Punktetabelle gleich mit dem bis dahin führenden Polen Stanislaw Sawko. Durch die besseren Einzelplatzierungen reichte es zum knappen Sieg.
Daran konnte der Mitfavoriten vom Bodensee, Eckhard Kaller, nichts mehr ändern - Rang 3 für den Sieger von 1996.
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| FREITAG, 4. Sept 98
Prächtige Bedingungen am ersten Wettfahrtstag
Nach zwei Durchgängen führt vorläufig der Pole Stanislaw Sawko auf "Let's fetz"
Vor dem Start strahlendes Wetter, noch konstanter Wind, also ideale Bedingungen für den Worldcup 98 der Aphrodite 101 in Bregenz am Bodensee. Einen Schatten warf der Tod des Obmanns der Klassenvereinigung, Franz Öß, auf die sonst unter einem glücklichen Stern stehende Sportveranstaltung. Ihm war die erste Wettfahrt gewidmet. Seinen letzten Wunsch, sein Boot, die "Fuchur" möge an diesem Weltcup teilnehmen, erfüllte sein Sohn Walter Öß höchst erfolgreich. Er wurde in der ersten Wettfahrt nur knapp vom Spitzenmann Vincent Hösch auf "Reliance" geschlagen.
Gemischte Winde
Nach dem zweiten Runden der Luvtonne verabschiedete sich rund 500 Meter vor dem Leefaß der Wind fast zur Gänze. Konrad Schüppach hatte jenes Quäntchen Glück, den letzten Hauch zu finden, der ihn als ersten über die Ziellinie schob. Zu entscheiden war am letzten Schlag ins Ziel, ob Spinaker oder Genua gefahren werden sollte.
Starke Winddreher
Von Anfang der zweiten Wettfahrt an spielte der Wind seine typischen Bodenseespielchen. Starke Dreher machten schließlich sogar während der zweiten Fahrt zur Luvtonne eine Bahnverlegung nötig, die im Anschluß für Diskussionen sorgte, weil sich einige benachteiligt fühlten. Offensichtlich provozierten die schwierigen Verhältnisse die Nerven, das "Raum"- Schreien beim Runden klang merklich aggressiver. Aus dem Spikurs zur Leetonne wurde plötzlich eine Kreuz, dafür war die Zielkreuz als Spikurs zu fahren. Am besten zurecht kam der Pole Stanislaw Sawko vor Eckhard Kaller. Die Ergebnisse sind noch inoffiziell, weil die Proteste erst behandelt werden müssen.
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| DONNERSTAG, 3. Sept 98
Mads Christensen dominierte Training
Ideale Bedingungen für den Auftakt des Worldcup 98 der Aphrodite 101
Goß es heute, Donnerstag, 3. September, knapp vor dem Training zum Worldcup 98 der Aphrodite 101 in Bregenz noch aus vollen Rohren, drehte aufkommender Föhn mit herrlich gleichmäßigem Südwind das Wetter völlig um.
13 Boote liefen aus, um auf einem Up and Down Kurs Besatzung und Schiff einer letzten Prüfung vor den morgigen Wettfahrten zu unterziehen.
Bereits beim ersten Runden der Leeboje hatte der Dänische Weltmeister auf den Yngling und Weltcupsieger auf der X-99, Mads Christensen, auf "Moje Bris" deutlich die Nase vorn. Während einige Segler überflüssige Überhöhe fuhren, steuerte er präzise die Tonne an und vergrößerte am Spikurs die Distanz zum hinter ihm liegenden Schweizer Schüpbach auf "Reliance" mit Vincent Hösch als Verstärkung an Bord.
In der Zwischenzeit packte der Bodensee weltmeisterlich sein ganzes Naturspielrepertoire aus. Ein Blick nach West überzeugte den letzten Zweifler am Sinn der Sturmvorwarnung, die mittlerweile eingesetzt hatte. Bizzartste Stimmungen, farbenprächtige Spinaker im letzten grellen Gegenlicht vor einer schwarzen Gewitterfront, die letztlich doch harmlos abzog, zauberte unwarscheinliche Bilder.
Knapp vor Zieleinlauf machten die Verfofger des Dänen doch noch Raum gut. Der Zielschuß galt aber dem Schweizer Schüppach, weil Christensen die Favoritenrolle freiwillig aufgab und eine Bootslänge vor der Ziellinie wegwendete, um sie nicht passieren zu müssen.
Für morgen ist trockenes Wetter mit Maximal drei Windstärken prognostiziert, die hoffentlich bis zum ersten Start um 14 Uhr durchhalten. Der Heutige Abend beginnt mit der Kontrolle der Segel und endet im Festzelt bei Heurigenstimmung.
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